10. Le Mans Classic

Datum: 30/06/2022 - 03/07/2022

Veranstaltungsort
Circuit des 24 Heures du Mans


Le Mans Classic 2022 Logo Die 10. Ausgabe der Le Mans Classic 2022 wird vom 30. Juni bis 3. Juli 2022 stattfinden. Die Le Mans Classic wurde 2002 von Peter Auto in Zusammenarbeit mit dem Automobile Club de l’Ouest ins Leben gerufen und bietet eine beeindruckende Retrospektive der 24 Stunden von Le Mans. Die Veranstaltung, die bereits bei ihrer ersten Ausgabe großen Anklang fand, ist kontinuierlich gewachsen und hat 2018 über 195.000 Zuschauer angezogen. Es ist das größte Treffen von Oldtimern mit 800 Rennwagen auf der Strecke und 8.500 Oldtimern, die in den eigens dafür vorgesehenen Gehegen ausgestellt werden.

Die Akteure dieser Oldtimer-Veranstaltung werden schick und zeitgemäß gekleidet sein, dies sollte auch für die Besucher gelten.

Die Rennklassen der Le Mans Classic 2022

Porsche Classic Race Le Mans

Porsche France und Peter Auto haben ein außergewöhnliches Starterfeld aus mehr als 70 historischen Porsche zusammengestellt, um auf der legendären Rennstrecke von Le Mans anzutreten, wo der deutsche Hersteller den historischen Rekord von 19 Gesamtsiegen beim 24-Stunden-Rennen hält.

1970 Porsche 917 Le Mans
1970 Porsche 917 – Foto Peter Kraaibeek

An diesem Rennen nehmen Modelle teil, die von den ersten 911ern (1965), die sehr nah an den Serienmodellen sind, bis hin zu den neuesten 935ern (1981) reichen, einschließlich der leistungsstärksten Versionen mit über 800 PS. Die Fahrzeuge müssen über einen gültigen HTP-Pass verfügen, um am Rennen teilnehmen zu können. Die Anmeldung erfolgt in Form eines Dossiers, das von Peter Auto bestätigt werden muss.

Das 50-minütige Porsche Classic Race Le Mans wird am Samstag, 2. Juli 2022, am frühen Nachmittag gestartet. Am Vortag haben die Teilnehmer zwei 45-minütige Qualifying-Sitzungen, die erste am Morgen und die zweite am Abend.

Endurance Racing Legends

In dieser Klasse starten GTs und Prototypen aus den 1990er und 2000er Jahren.

2003 Bentley Speed 8 Le Mans Prototype
2003 Bentley Speed 8 Le Mans Prototype – Foto Peter Kraaibeek

Mehr als 70 Autos werden auf der berühmten Strecke starten: DBR9 Aston Martin (2005), Speed 8 Bentley Le Mans Prototype (2003), Northstar LMP-01 Cadillac (2000), GTS/R Dodge Viper (2002), 333 SP Ferrari (1999), 550 Maranello Prodrive Ferrari (2002), EX257 Lola-MG (2004), Elise GT1 Lotus (1996), MC 12 GT1 Maserati (2005), Esperante GTR1 Panoz (1997) und andere.

Group C Racing

Das Reglement der Gruppe C, das zwischen 1982 und 1993 in Kraft war, führte zur Produktion legendärer Fahrzeuge, die einige der glorreichsten Seiten in der Geschichte der 24 Stunden von Le Mans und der Sportwagen-Weltmeisterschaft für Langstreckenrennen geschrieben haben.

 

Zu Beginn dominierten die Porsche 956 trotz der starken Konkurrenz durch die Lancia LC2, um dann in der 962er-Konfiguration mit Jaguar, Mercedes-Benz, Toyota, Nissan und Mazda auf weitaus härtere Konkurrenten zu stoßen. Neben den großen Herstellern konnten kleine Konstrukteure wie Cougar, Dome, Rondeau, Spice und WM dank einer geschickten Auslegung des Reglements, das auf strengen Verbrauchsbeschränkungen basierte, immer noch den einen oder anderen Coup landen.

1980 Rondeau M379B Le Mans
1980 Rondeau M379B Le Mans – Foto Peter Kraaibeek

Die Gruppe C wurde Anfang der 90er Jahre nach einem kurzen Zusammenleben mit den 3,5er-Sportwagen (905 Peugeot, XJR-14 Jaguar, TS010 Toyota usw.) aufgegeben, aber diese Ära wird von vielen Fachleuten dieser Motorsportart immer noch als das goldene Zeitalter der Langstreckenrennen angesehen.

Jaguar Classic Challenge

Die Jaguar Classic Challenge kehrt 2022 mit einem Einzelmarkenrennen zurück, das das Wochenende am Samstagmorgen eröffnet. An dem gemeinsam mit Motor Racing Legends organisierten Rennen nehmen 75 Fahrzeuge teil: 120XKs, 140 XKs, 150 XKs, C-Types, D-Types und E-Types.

Wie andere britische Automobilhersteller verdankt Jaguar einen Großteil seines Weltruhmes den Erfolgen bei den 24 Stunden von Le Mans, an denen die Marke aus Coventry 1950 zum ersten Mal teilnahm. Der Sieg kam im darauffolgenden Jahr und 1953 mit dem C-Type, der durch die Einführung von Scheibenbremsen zum ersten Mal im Wettbewerb innovativ war. Dann kam der D-Type, ebenfalls innovativ in seinen Konstruktionsverfahren, inspiriert von der Luftfahrt. Sein Monocoque-Chassis und seine gute aerodynamische Karosserie machten ihn zu einem der schönsten Rennwagen der Geschichte.

Grid 1: Baujahre 1923 bis 1939

In dieser Klasse starten historische Rennautos mit meist 6 oder 8 Zylindern, so etwa Alfa Romeo mit seinem 2,3-Liter-Kompressor, Bentley und Bugatti sowie die 6-Zylinder Lagonda und Delahaye. Der Teilnehmerrekord wurde 1935 mit 58 Fahrzeugen in der Startaufstellung aufgestellt.

Grid 2: Baujahre 1949 bis 1956

In diesem Zeitraum tauchen neue Marken auf. Im Grid 2 starten neben Ferrari Fahrzeuge der 50er Jahre, so die C- und D-Typen von Jaguar. Ganz vorne dabei waren damals Talbot (1950), Mercedes (1952) und Ferrari (1954).

Grid 3: Baujahre 1957 bis 1961

Nach großen Erfolgen bei der der Mille Miglia beeindruckt Ferrari in Le Mans mit sieben Siegen ab 1958, einem Jahr, in dem 15 Rennstunden bei nassem Wetter und drei Stunden bei einer außergewöhnilchen Flut ausgetragen wurden. 1959, nach dem Erfolg auf dem Nürburgring, gelingt Aston Martin der erste und einzige Sieg in Le Mans. Das britische Unternehmen schafft es im folgenden Jahr nicht, den Sieg zu wiederholen, obwohl zwei seiner Autos unter den 13 Fahrzeugen von 55 Teilnehmern waren, die das Ziel erreichten. 1961 tog Ferrari mit einem fünften Sieg mit Bentley und Jaguar gleich.

Grid 4: Baujahre 1962 bis 1965

1962 eroberte Ferrari das Podium und wird zum meistgenannten Hersteller an der Sarthe, während der erfolgreiche Belgische Rennfahrer Olivier Gendebien nach vier Siegen bei acht Teilnahmen seinen wohlverdienten Ruhestand ankündigte. Im selben Jahr sind 11 GTs unter den ersten 13. Le Mans entdeckt 1963 die Turbine mit einem BRM/Rover, der auch 1965 wieder dabei ist. Der Sieg geht an Ferrari, aber Ford und ein Lola GT haben einen bemerkenswerten Auftritt in Le Mans und kehren bereits im nächsten Jahr mit drei GT40 und zwei Cobra Daytonas zurück. Phil Hill beschert Ford einen neuen Streckenrekord. Obwohl Ferrari 1965 seinen neunten Sieg erringt, ist es an sich ein US-Amerikanischer, denn der 275 LM stammt vom N.A.R.T. Team (North American Racing Team).

Grid 5: Baujahre 1966 bis 1971

Spätestens 1966 übernimmt der Mittelmotor die Führung. Ford schlägt den Cavallino in einem spektakulären Rennen und nimmt das gesamte Podium von 1966 für sich ein. 1967 findet das 24-Stunden-Rennen des Jahrhunderts statt, mit dem atemberaubendsten Starterfeld aller Zeiten.

Ford GT40
1966 Ford GT40 – Foto Peter Kraaibeek

Dieses Jahr ist auch das Jahr der Rekorde, das die Sportbehörde dazu veranlasst, die Kapazität der Prototypen zu regulieren. Ford erzielt 1968 und 1969 mit dem GT40 wieder die gleichen Erfolge. Dann aber schaltet Porsche einen Gang höher und beginnt eine Serie von Rekorden, die bis heute nicht erreicht wurden (24 Stunden mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 222,3 km/h).

Grid 6: Baujahre 1972 bis 1981

1972 wurden die Porsche 917er durch eine Änderung des Reglements in den Ruhestand geschickt. Die Matra V12 wurden gebaut und übernahmen mit drei Siegen von Henri Pescarolo die Führung. 1975 war das Jahr des Gulf Mirage (1. und 3. Platz), das John Wyer die Aufnahme in den sehr exklusiven Endurance Masters Club ermöglichte. Es war auch das erste Jahr, in dem Jacky Ickx dreimal hintereinander gewann, womit der belgische Meister mit seinem Landsmann Olivier Gendebien den Rekord an Siegen hält. Der Rekord wurde 2013 von Tom Christensen mit neun Siegen gebrochen. Im Jahr 1978 war Frankreich an der Reihe, auf heimischem Boden zu glänzen. Renault war allgegenwärtig und siegte haushoch. Zunächst hielt die Alpine der Franzosen Didier Pironi und Jean-Pierre Jaussaud Porsche vom Start bis ins Ziel auf Distanz. Ein anderer französischer Fahrer, Jean-Pierre Jabouille, stellte einen Streckenrekord auf. Im darauffolgenden Jahr wurde die Strecke kurz vor dem Auftauchen der Ferrari BBLM und BMW M1 modifiziert, und Porsche reihte eine Reihe von Triumphen aneinander, die bis heute unerreicht sind.

Programm und Zeitplan der Le Mans Classic 2022

30. Juni, Donnerstag

14:00 – 18:00

  • Circuit und Paddocks öffnen für das Publikum
  • Empfang der Wettbewerber und der Clubs
  • Ausstellungen und Aktivitäten im Automobilia Village

1. Juli , Freitag

08:00 Öffnung der Rennstrecke

08:00 – 09:30 Präsentationen der Clubs

09:35 – 10:20 Group C Racing – Qualifying

10:30 – 11:05 Jaguar Classic Challenge – Qualifying

11:15 – 12:05 Porsche Classic Race Le Mans – Qualifying

12:10 – 12:40 Endurance Racing Legends – Qualifying

12:50 – 19:00 Training und Qualifying

  • Grid 4 – 12:50 – 13:40
  • Grid 5 – 13:50 – 14:40
  • Grid 6 – 14:55 – 15:45
  • Grid 1 – 15:55 – 16:45
  • Grid 2 – 17:00 – 17:50
  • Grid 3 – 18:05 – 18:55

19:00 – 19:40 Fahrzeug-Parade

19:40 – 20:30 Group C Racing – Qualifying

20:30 – 21:25 Porsche Classic Race Le Mans – Qualifying

21:35 – 22:00 Fahrzeug-Parade

22:15 – 02:55 Grids 1 bis 6 – Nacht-Session, freies Training

2. Juli , Sonnabend

08:00 Öffnung der Rennstrecke

08:00 – 09:30 Fahrzeug-Parade der Clubs

09:30 – 10:00 Endurance Racing Legends – Qualifying

10:05 – 11:15 Jaguar Classic Challenge – Rennen

11:00 Artcurial Auktion – Automobilia & klassische Motorräder

11:30 – 12:25 Group C Racing – Rennen

12:30 – 13:20 Fahrzeug-Parade Parades & Baptêmes de piste / Parades & Discovery track laps

13:25 – 13:40 Fahrzeug-Parade Ferrari

13:30 Artcurial Auktion – Sammler-Automobile

13:40 – 14:50 Endurance Racing Legends – Rennen

14:55 – 15:05 Parade Porsche

15:05 – 16:00 Porsche Classic Race Le Mans – Rennen

16:00 Little Big Mans

16:15 Grid 4 – Rennen mit Start im  Le Mans style

16:15 – 00:05 LE MANS CLASSIC – ROUND 1 – Rennen

  • Grid 4 – 16:35 – 17:20
  • Grid 5 – 17:35 – 18:30
  • Grid 6 – 18:45 – 19:45
  • Grid 1 – 20:00 – 20:55
  • Grid 2 – 21:15 – 22:15
  • Grid 3 – 22:35 – 23:30

3. Juli , Sonntag

00:00 – 07:05 LE MANS CLASSIC – ROUND 2 – Rennen

  • Grid 4 – 00:00 – 00:45
  • Grid 5 – 01:05 – 02:00
  • Grid 6 – 02:15 – 03:15
  • Grid 1 – 03:30 – 04:30
  • Grid 2 – 04:50 – 05:45
  • Grid 3 – 06:05 – 07:05

07:20 – 14:10 LE MANS CLASSIC – ROUND 3 – Rennen

  • Grid 4 – 07:20 – 08:20
  • Grid 5 – 08:35 – 09:35
  • Grid 6 – 09:50 – 10:45
  • Le Mans style start > Grid 1 – 11:00 – 12:15
  • Grid 2 – 13:00 – 14:10

12:35 – 12:55 Parade BMW

14:30 – 14:50 Parades Ferrari

14:50 – 16:00 Grid 3 – Rennen mit Start im  Le Mans Style

Le Mans Classic – Preisvergabe

Little Big Mans –  Preisvergabe (im Village)

17:00 Schließung der Rennstrecke für das Publikum


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