Bremen Classic Motorshow 2016 und Klassiker in Keilform

Keilförmige Klassiker

ein Klassiker: BMW Turbo aus 1972
BMW Turbo von 1972 | Foto: Peter Kraaibeek

Die Bremen Classic Motorshow 2016 (hier die Bilder) präsentierte in der Messe Bremen vom 5. bis zum 7. Februar 2016 unter anderem auf der Sonderschau „Die 70er: einfach Keil“ insgesamt elf klassische Automobile, die der Keilform in traumhafter Weise alle Ehre machen.

Neben dem Mercedes-Benz C-111 und dem vom BMW-Chef-Designer Paul Bracq gestylten BMW Turbo waren hier keilförmige Klassiker wie die von Marcello Gandini – damals als Chefdesigner bei der in Turin ansässigen Styling-Schmiede Bertone tätig – entworfenen Lamborghini Countach LP 400, Maserati Khamsin sowie Lancia Stratos und einem von Giorgetto Giugiaro, ItalDesign, designten Lotus Esprit zu sehen.

Die Sonderausstellung der 2015er Ausgabe der Bremen Classic Motorshow, die die geschwungene Eleganz des italienischen Automobildesigns aus den 1950er- und 1960er-Jahren zum Thema hatte, wurde hier auf der temporären Achse weiterfortgeführt.

Ein keilförmiger Viertürer sollte auf der Sonderschau in 2016 auch nicht fehlen. Als Vertreter dieser Spezies wurde ein Aston Martin Lagonda gezeigt. Dieser extrem flache und kantige Klassiker war der weltweit teuerste Serienwagen der Spätsiebziger. Der Lagonda brachte 1976 pure Science-Fiction auf die Straße und regte damals deutlich die Fantasie hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung des Designs im Automobilbau an. Derart keilförmig ging die Entwicklung jedoch nicht weiter. In der Automobilindustrie befanden gerade die Marketingabteilungen die sportliche Keilform als zu uniform und wandten sich nach dieser für das Autodesign so bedeutenden Epoche der 70er wieder einer anderen Formensprache zu.

Weitere Highlights der Motorshow

Eine weitere Sonderschau widmet sich unter dem Titel „Japan: 攻撃“ (auf deutsch „Japan: Attacke“) den Zweirädern. In der ÖVB-Arena wurden vor allem Rennmaschinen wie die Suzuki TR 750 und die Honda RSC präsentiert. Weitere Originale aus der Zeit von 1968 (Yamaha TD2) bis in die 80er Jahre (Kawasaki ZXR-7) zeigten das Moment der japanischen Motorrad-Revolution auf.

Neben den spektakulären Keilen und den revolutionären Japanern erwarteten die Besucher eine Auswahl von TÜV-geprüften „Jungen Klassikern“ in Halle 6, eine private Fahrzeugbörse mit über 200 Oldtimern im Parkhaus und eine große Anzahl an Ersatzteilen und Automobilia an über 250 Teilemarkt-Ständen.

Bilder der Bremen Classic Motorshow 2015.

Bilder der Bremen Classic Motorshow 2016.

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